Eifeltierheim gibt Katzen für Studie an Uni
21.02.2011
Update zum TH-Skandal sh. am Ende dieser Seite
Wie Sie aktive schnelle Hilfe leisten können, finden Sie auf diesen Seiten in der "hierdurch aufgekommenen" folgendenden Kommunikation oder senden Sie eine e-mail an: info(at)leben-bewahren(dot)de
(zum Lesen des Artikels bitte farbigen Text anklicken)
Hier der link zu dem am 25.01.2011 erschienenen Artikel im TV
Altricher-Tierheim-gibt-Katzen-fuer-Studie-an-Uni
Können wir einen solchen Vertrauensverlust, wie ich in meiner untenstehenden Mail an Herrn Kordel, den Tierheimleiter zu bedenken gab, zulassen?
----- Original Message -----
From: Leben bewahren
Sent: Tuesday, January 25, 2011 4:33 PM
Subject: nicht einkalkulierter Vertrauensverlust
Werter Herr Kordel,
aufgrund der Diskussionen und des Artikels im TV frage ich Sie an dieser Stelle allen Ernstes:
Wie müssen sich tierliebe Menschen fühlen, wenn sie aus welchen Gründen auch immer, ihre Tiere ins Eifel-Tierheim bringen müssen? Was Sie da vorhaben, ist ein nicht wieder gutzumachender Vertrauensverlust!
Voller Vertrauen (und mit Ihrem Versprechen, sich um seine Tiere zu kümmern) hat z.B. der verstorbene Tierfreund seine Katzen in "Ihre Obhut" gegeben. Was würde dieser Mensch ihnen sagen???
Bei all den Argumenten, die (aus Ihrer Sicht) für diese Studie sprechen, haben sie sich einmal Gedanken darüber gemacht, wieviel Stress die Tiere bisher schon erleiden mussten (aus der gewohnten Umgebung "gerissen", über die TA-Praxen ins geengte Tierheim). Und jetzt sollen sie ins über 500 km entfernte München verfrachtet werden und dort (ganz sicher äußerst gestresst, ohne Eingewöhnungszeit) an einer "Studie" (ich nenne es Tierversuch) teilnehmen? Und dazu wollen Sie "Ihre" zutraulichsten Tiere hergeben? Wo ist Ihr Verständnis für die Ihnen anvertrauten Lebewesen geblieben?
Niemand (auch kein Tierschützer), der auch nur etwas Tierliebe besitzt, wird von nun an ein Tier ruhigen Gewissens und vertrauensvoll in Ihre Hände geben können!
Mit traurigen Grüßen
Karin Hohn
hier die Antwort besorgter Tierfreunde, die Namen sind bekannt und werden bei ok hier hinzugefügt:
----- Original Message -----
To: info(at)leben-bewahren(dot)de
Sent: Wednesday, January 26, 2011 7:55 PM
Subject: Re: nicht einkalkulierter Vertrauensverlust
Hallo liebe Tierfreunde,
Tierheime verkaufen Katzen zu Versuchszwecken.Tierheime töten Katzen (nicht nur kranke) um Platz für Weitere zu machen. Und hier das schlimmste: Tierheime machen es vielen Leuten einfach sich gedankenlos ihres ungewollten Tieres zu entledigen (um sich danach dann ein Anderes zuzulegen, weil es doch so schön ist ein Tierchen zu haben usw....) Schwerwiegende Fälle wo ein Tier seinen Besitzer verliert oder ein Tier ausgesetzt wurde z.B. sind nicht immer die Ursache, warum ein Tier im Tierheim landet. Und eines Tages sind Tierheime am Ende ihrer Kräfte....
Das Karin ist die traurige Tatsache die keiner wissen darf oder hören will. Dies wäre sehr wohl ein Anlass gewesen um solche Tatsachen publik zu machen. Denn die meisten Leute - auch Tierschützer - sind der Annahme dass ein Tier in einem Tierheim gut aufgehoben ist, dort liebevoll gehegt und gepflegt wird und das sogar bis an sein natürliches Lebensende.
Elend will keiner sehen oder wahrhaben. Elend in Form von getöteten Katzen bringen keine Spenden! Herr Kordel hat hier einen gewagten Schritt getan (musste er vielleicht) um ein Teil des "liebevollen-Tierheim-Nonsens" aufzudecken, obwohl alles hier natürlich geschönt dargestellt wird, sodaß es akzeptabel und OK scheint....
Aber Tierversuche enden selten mit einer Adoption.
Danke dass Du Dich für die AIDS Katzen eingesetzt hast - aber, eine Lösung haben wir nicht, oder?
Liebe Grüsse,
****************************
hier ein weiter Versuch das Ganze zu verhindern:
----- Original Message -----
From: To: <undine.kurth(at)bundestag(dot)de>
Sent: Wednesday, January 26, 2011 2:43 PM
Subject: Tierheimkatzen für Tierklinik München
Sehr geehrte Frau Kurth,
das Tierheim in Altrich beabsichtigt Katzen, die sich mit dem FIV-Virus infiziert haben, an die Tierklinik in München abzugeben, um dort ein noch nicht zugelassenes Medikament zu testen. Bereits im Vorfeld wurden Blutentnahmen vorgenommen, um die für den Versuch geeigneten Tiere
auszuwählen.
Man mag Tierversuche ablehnen oder befürworten! Allerdings ist es eine andere Dimension, sich auf diese Art und Weise Tieren zu entledigen, die sich in der Obhut eines Tierheims befinden. Der zuständige Amtsveterinär sieht keinen Handlungsbedarf.
Wie ist Ihre Meinung dazu? Ich habe im Moment das Gefühl, dass alle Tierschützer, die sich darüber empört haben, frustriert ihren Widerstand gegen diese Aktion aufgegeben haben.
Sehen Sie noch eine Möglichkeit, wie man die Abgabe der Tiere verhindern
kann?
Mit freundlichen Grüßen
Gertrud Laub
************
hier noch ein paar kritische Fragen e-mail vom 27.11.2011 16.01
Die Aufgabe eines Tierheimes ist Tiere aufzunehmen, zu schützen, zu pflegen und in gute Hände zu vermitteln. Das ist natürlich mit Arbeit verbunden. - Ich möchte keinesfalls die Arbeit des Herrn Kordel, seines Zeichens Leiter des Altricher Tierheimes, schmälern. Aber: als faule Ausrede sehe ich es an, wenn er beabsichtigt/oder es vielleicht schon getan hat, und 11 Katzen von der Eifel in eine Tierklinik nach München schaffen läßt, - zum organisierten Tierversuch, Medikamenteneinsatz gegen Katzenaids; dies mit der Maßgabe, das Tierheim sei voll, er habe keinen Platz mehr für andere Tiere.
Ich denke, dann sollte man sich als Tierheim-Leiter doch mal auf die Hinterbeine stellen und alles menschenmögliche initiieren, um gerade solche Tiere, zu vermitteln. -
Anstelle sich mit einem "positiven" Artikel zu Tierversuchen (man kann sich ja alles schön reden!) im Trierischen Volkfreund zu profilieren, sollte man vielleicht die hiesigen Presseorgane mit einem aufklärenden Artikel über Katzenaids bedenken und gleichzeitig die Bevölkekrung/Katzenfreunde zur aktiven Hilfe auffordern. Entweder, so ein Tier aufzunehmen oder durch Spenden das Tierheim so zu unterstützen, damit auch solche Tiere noch ein schönes Leben haben.
Hinlänglich bekannt sein dürfte, daß Tiere, die positiv mit Katzenaids getestet sind, nicht unbedingt daran erkranken müssen. Diese Krankheit schwächt, soweit bekannt, zwar das Immunsystem. Das kann, muß ab er nicht zwangsläufig zum Tod führen. Bei guter Pflege und Versorgung kann dies sicher in vielen Fällen vermieden werden. - Und, wie ich lese, meint Professorin K. Hartmann, Direktorin des Münchner Zentrums für klinische Tiermedizin, daß es bereits ein wirksames Medikament gegen diese Krankheit gibt. Wenn dem doch so ist, warum kann Herr Kordel seinen Aids-positiven Tieren dieses Medikament nicht verabreichen, und zwar in seinem eigenen Tierheim? Es gibt also keinen Grund, diese Geschöpfe durch ganz Deutschland zu karren und sie derartigem Streß auszusetzen. Ob sie diese Prozedur überhaupt überleben, sei noch dahin gestellt.
Da fragt man sich, warum man Mitglied ist in den verschiedensten Tier- und Naturschutzvereinen, von dessen Spenden auch ein Tierheim wie das in Altrich partizipiert. (Und warum man weiter Mitglieder wirbt.) Und da mag sich so mancher Spender sehr wohl überlegen, ob er weiter spenden soll. - Der Tierfreund wird es dennoch weiter tun, weil er den Tieren Gutes will.
Nur zur Info: ich rede nicht nur, ich bin selbst aktiv. Schon viele meist verwilderte kranke und verwahrloste Tiere haben bei mir ein Zuhause gefunden, wurde gesund gepflegt und weiter vermittelt, selbstverständlich unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften.
Über diese Altricher Aktion werde ich informieren: Internationer Bund der Tierversuchsgegner, Tierversuchsgegner BRD e.V., Bundesverband der Tierversuchsgegner/Menschen für Tierrechte e.V., Bundeszentrale der Tierversuchsgegner; Tierversuchsgegner/Verbrechen, Verbände und Vereine für Tierrechte, Bundesverband Tierschutz e. V., Ärzte gegen Tierversuche, Arbeitskreis Tierschutz Deutschland, Katzenhilfe/ Katzenschutzverordnung Westerwald; Tierfreunde Rheinland, Katzeninfo/Tierversuche.
Tierschützerische Grüße
Jutta aus Hillesheim
aktueller Stand 28.01.2011 14.15
"wohl tatsächlich ungenehmigter Tierversuch, Aktion gestoppt, Tiere vorerst in Sicherheit"
To: Leben bewahren
Sent: Friday, January 28, 2011 1:46 PM
Subject: Altricher Katzen für Tierversuche
Liebe Karin,
was gibt es Neues in dieser Angelegenheit? Habe Deine Seiten im Netz durchgesehen, leider noch keine aktuellen Nachrichten gefunden. Bitte halte mich auf dem laufenden! - Ich hoffe sehr, daß diese perfide Aktion gestoppt werden konnte und ich bitte vor allem Dich, Deine so gute und informative Internetseite nicht aus Protest - oder Enttäuschung über andere - abzuschalten. Sie hilft vielen Menschen und damit Tieren weiter! Wir brauchen Menschen wie Dich, die in der Lage sind, andere wach zu rütteln.
Es grüßt Dich
Jutta aus Hillesheim
******************
Hallo liebe Jutta,
danke für Deine aufmunternden Worte. Leider hat es Herr Kordel bisher nicht für nötig gehalten, mich über den Stand der Dinge zu informieren. Da ich aber von Svetlana gestern morgen zumindest soweit eingeweiht wurde, das es sich definitiv um einen verbotenen Tierversuch handelt und daher erstmal die Tiere gerettet sind, musste ich abwarten, was von "offizieller Seite" dazu publik wird. Erst vor 10 Minuten (hab seit gestern morgen jede viertel Stunde nachgesehen) steht auf der Tierheimseite im Tagebuch das offizielle Statement des Tierheimleiters
Tagebuch eifetierheim (zum Thema Einträge vom 19.01.2011-04.02.2011)
sodaß ich erst mal froh bin, das alle Tiere wohlbehalten noch dort sind. Was jetzt weiter passiert, das weiß ich nicht. Wir werden jetzt erst mal versuchen, die Aids-Tiere so schnell wie möglich in eine neue Umgebung zu bringen, damit sie aus dem Tierheim-Stress rauskommen. Wenn Du jemanden kennst (Bauernhof, Reiterhof großes Grundstück usw.) oder Ideen hast, ich bin für jede Möglichkeit dankbar.
Melde mich wieder, sobald es Neuigkeiten gibt.
liebe Grüße Karin
28/29.01.2011
----- Original Message -----
To: Leben bewahren
Sent: Friday, January 28, 2011 7:51 PM
Subject: Re: Altricher Katzen für Tierversuche
Danke, liebe Karin, für Deine Antwort.
Habe das Statement gelesen (!). Wer holt nun die Tiere dort raus, weißt Du etwas? Wo kommen sie vorerst hin? - Da ich selbst leider keine davon nehmen kann (3 Strassen ums Grundstück und Lola), möchte ich mich zum einen gern beteiligen an etwaigen Kosten, zum anderen aber auch versuchen, über Bekannte evtl. ein Plätzchen zu finden.
Dazu müsste ich jedoch nochmal ganz genau von Dir wissen, was ich eventuellen "Neukatzenbesitzern" dazu sagen kann. Ich wusste auch nur von Dir, im Groben, was und wie das ist mit Katzenaids, und das hatte ich so einfach in die e-mail gepackt. Meine Fragen sind:
Sind diese Katzen infiziert mit Katzen-Aids? Welche Symptome zeigen sich?
Müssen sie täglich ein Medikament einnehmen? Wenn sie keine Symptome zeigen, geht das auch ohne Medikament? Dürfen Katzen mit dieser Infektion überhaupt nach draussen? Dürfen Katzen mit dieser Infektion zusammen mit anderen Katzen, die keine Infektion haben, gehalten werden?
Wenn sie Medikamente brauchen, was in etwa kostet das im Monat? Brauchen diese Tiere ein spezielles Futter? Was gibt es noch zu berücksichtigen? Denn ich kann mir vorstellen, dass Menschen, die ein solches Lebewesen aufnehmen, diese Fragen stellen werden. Und man sollte sie auch korrekt beantworten können. Du weißt ja selbst, wie oft es passiert: Wenn's so manchem Menschen dann zuviel Arbeit und Verantwortung wird, dann geht das Tier im besten Fall wieder zurück ins Tierheim. Deshalb genügend Infos vorher.
Bitte gib Nachricht, wie es weiter geht, ich helfe gern mit allen Mitteln, die m i r zur Verfügung stehen, die ich körperlich und finanziell leisten kann.
Herzliche Grüße für Dich, Deinen Mann und all Eure Vierbeiner,
Jutta
***********************************
liebe Jutta,
danke für Deine Unterstützung, wie man sieht, in vielerlei Hinsicht.
Zuerst möchte ich auf Deine Fragen zu FIV mit den "offiziellen Statements" antworten:
"FIV wird nicht im normalen Zusammenleben auf andere Katzen übertragen. Es muss zur einer massiven Beißerei oder blutigen Paarung kommen. Auch bei Pfotenhieben, gemeinsamem Futter oder Toilette, ablecken oder heftiges Spielen kommt es zu keiner Ansteckung.
Auch die durchschnittliche Lebenserwartung sinkt nicht. Oft werden Erkrankungen der Katzen dem Katzenaids zugeschrieben, was aber bei genauerer Untersuchung nicht nachweisbar ist."
Die besagten Tiere sind "nur" positiv getestet, das heisst, das sie irgendwann einmal mit dem FIV-Virus in Kontakt gekommen sind. Da sie kastriert bzw. sterilisiert sind, können sie ein ganz normales Leben, auch mit nicht positiven Katzen führen, sogar mit "kontrolliertem" Freigang (gesicherter Balkon, eingezäunter Garten usw.). Sie brauchen nicht mehr, aber auch nicht weniger Pflege, Medikamente oder Tierarztbesuche, als andere Katzen. Jeder Tierhalter wird, ob pos. od. neg. getestet immer bei Krankheitsanzeichen fachmännische Hilfe suchen.
Da das Immunsystem hier stärker beansprucht wird, könnten die Katzen stressanfälliger sein, was aber in der vertrauten Umgebung meist gut zu bewältigen ist. Ein Zusammenleben mit anderen FIV-positiven Tieren ist daher eher unproblematisch.
Was nun die Tiere im Eifeltierheim angeht: die "Verträglichsten" sind, laut Tierheimleitung, zur Zeit auf verschiedene Zimmer aufgeteilt (was natürlich, wegen der Menge der Katzen, sehr beengt ist). Die "Unverträglichen" sitzen in "größeren" Boxen und warten auf ein neues Zuhause, was zugegebenermaßen nicht so einfach zu finden ist. Daher suchen wir händeringend nach beheizten Räumlichkeiten (Du kannst dir vorstellen, das bei jedem von "alles voll ist"), wo wir den Tieren bis zur Vermittlung (oder dauerhaft) etwas mehr "Raum", Wärme, Geborgenheit und Verpflegung schenken können. Am besten wäre ein leerstehendes Gebäude mit vielen (beheizbaren) Zimmern, das auch noch "mietfrei" zur Verfügung gestellt wird oder "günstig zu haben" wäre.
Es gibt noch "Wunder", das hat man jetzt wieder gesehen, vielleicht geschieht über Nacht noch ein Zweites.
Danke, das Du "zugehört" hast und Daumen drückst :-)
Ganz liebe "hoffnungsvolle" Grüße Karin
29/30.01.2011
----- Original Message -----
To: Leben bewahren
Sent: Saturday, January 29, 2011 8:58 PM
Subject: Re: Altricher Katzen für Tierversuche
Liebe Karin,
habe mit mehreren Freunden und Bekannten gesprochen, die ganze Angelegenheit geschildert und nachgefragt, ob jemand Räume mit Heizung weiß. Man wird sich umhören. - Ich weiß jetzt nicht, für wie viele Tiere insgesamt und für welchen Zeitraum solche Räume gebraucht werden. Danach wurde ich schon gefragt, konnte dies aber nicht genau beantworten.
Eine gute Freundin wird über ihre fast erwachsenen Kinder versuchen etwas herauszufinden, denn Jugendliche (Schule, Gymnasium Daun/Abi-Alter) wissen doch oft viel. Einige sind bei Reiterhöfen bekannt und helfen dort schon mal aus. Allerdings gehen diese Kontakte bis in die Moselgegend. Wäre dann da auch jemand von den Tierschützern, der eventuell in dieser Gegend ansäßig ist und sich darum kümmern würden?
Weiterhin habe ich den Tipp bekommen:
1. Gemeinde Hillesheim ansprechen nach leeren, beheizbaren Gebäuden (die wissen am besten bescheid.) Sie sind zwar in diesem Fall sicher nicht verpflichtet zu helfen, da es sich nicht um Tiere von hier handelt. Trotzdem, versuchen kann man es.
2. Molkereigebäude in Hillesheim. Dort stünde so einiges leer. Soweit man weiß, beheizbar. Diverse Firmen sind schon drin (auch der Kartoffelverkauf).
3. Alte Drahtfabrik in Gerolstein steht leer. Eventuell?
4. Weiterhin habe ich gerade mit meiner lieben "Gartenfrau" gesprochen. Sie weiß 2 Häuser in Dohm-Lammersdorf, die leer stehen. Sie will sich morgen darum kümmern, ob da etwas zu machen ist. Am Montag will sie mit ihren Arbeitskollegen sprechen und alle möglichen Leute mobilisieren.
Sobald ich etwas in Erfahrung bringe, melde ich mich. Bis dahin liebe Grüße, und bitte unbedingt noch mitteilen, wieviele Tiere, für welchen Zeitraum und u. U. auch bis in die Südeifel möglich??
Jutta
Antwort www.leben-bewahren.de
Hallo liebe Jutta,
immer wieder danke, Du bist unbezahlbar!
Letztendlich geht es um alle "heimatlosen" FIV-positiven Tiere, und das wären, mit denen in den Pflegestellen sicher 30-40 Katzen, die natürlich auch in kleinen Gruppen auf verschiedene Stellen verteilt werden können. Die Vermittlung übers Tierheim geht nur schleppend, weil sie eben dies "kleine" Handicap haben. Jetzt "besetzen" ca. 20 von ihnen, möglicherweise dauerhaft, den Platz im Tierheim, der für die "gut Vermittelbaren" dann fehlt. Das ist auf Dauer finanziell untragbar. Unter uns, deshalb finden ja die Pharmakonzerne immer wieder "Gutgläubige" für Ihre "angeblichen Studien".
Die Vermittlung sowohl in die Südeifel oder ins Moseltal sind kein Problem, da wir gute Kontakte mit den Vereinen (VTS Südeifel und FV Eifeltierheim) sowie mit privaten Tierschützern in vielen Regionen haben. Eine Betreuung kann also in jeder Region der Eifel organisiert werden.
Die dauerhafte Vermittlung auf einen Bauern- oder Reiterhof ist unproblematisch. Das Tierheim hat einen "Eingewöhnungskäfig" entwickelt, mit dem sich auch scheue Tiere ganz ruhig an Gerüche, Geräusche und Umgebung gewöhnen können.
Was nun die Zeit angeht, in der wir Räume (oder besser noch Pflegestellen) für Katzen brauchen, das kann Dir Keiner mit Bestimmtheit sagen. Deshalb suchen wir ja nach einer "günstigen Lösung", wo ein Teil der Katzen auch dauerhaft "gut versorgt" verbleiben kann. Es wäre ganz sicher "im Sinne der Bürger", wenn die Verbandsgemeinden leerstehende Bausubstanz zur Verfügung stellt, bisher verliefen jedoch alle Versuche in diese Richtung ohne Erfolg. Unsere Volksvertreter haben für sowas "weder ein Ohr" noch können sie sich damit profilieren.
Dohm-Lammersdorf wäre natürlich einfach genial, weil es für uns Alle zentral liegt, und die Tiere damit in unserer persönlichen Obhut erst mal Ruhe finden könnten. Hillesheim oder Gerolstein sind "zu teure Pflaster" und da besteht sicher keine günstige Möglichkeit, den Katzen gesicherten Freilauf zu bieten.
Liebe Jutta, ich schöpfe wieder Hoffnung und danke Dir für all Deine Fragen. Ich stelle es wieder frei verfügbar ins Netz, vielleicht entdeckt ja der Ein oder Andere noch ein freies Plätzchen für ein "FIV-Schätzchen".
Fühl Dich ganz lieb "gedrückt" von Karin
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31.01./01.02.2011
Liebe Tierfreunde,
hier der Link zum gestern 31.01.2011 im Volksfreund erschienenen Artikel "Tierheim erteilt Uniklinik eine Absage". Es ist ein Skandal, das hier nicht zumindest erwähnt wird, das sich der Förderverein Eifeltierheim schon frühzeitig distanziert hat und an der Verhinderung beteiligt war.
http://www.eifeltierheim-altrich.de/69-1-1/.html (Einträge zum Thema ab dem 19.01.2011 - bis 04.02.2011) Das muß ihm erst mal einer nachmachen: An einer Riesendummheit vorbeirauschen und sich anschließend dafür "feiern" lassen.
Jedoch keine "Krise" ist so groß, das nicht auch etwas Positives dabei heraus kommt. Das Tierheim bekommt jetzt Geld für einen Teil des Aussengeheges, sodaß die Tiere "im Moment" mal gut untergebracht sind. Trotzdem werden wir ab jetzt noch ein "schärferes" Auge darauf haben müssen, was wirklich im Eifeltierheim passiert.
liebe Grüße Karin
21.02.2011 Update zum "Tierheim-Skandal"
Bisher ist es keinem "Aussenstehenden" gelungen, Unterlagen einzusehen geschweige denn auch nur einen der "Verantwortlichen" zur Rechenschaft zu ziehen. Im Gegenteil, dort will man "zur Tagesordnung" übergehen und hofft, das somit "Gras über die Sache wächst".
Also, alles wieder Friede, Freude, "Eierkuchen"....,?
Ganz sicher nicht.
Den betroffenen Tieren konnte zwar offensichtlich geholfen werden, was aber ist mit den "unzähligen" positiv Getesteten, die in keinem "Tagebuch" und keiner Statistik auftauchen? Wer wird ihr Beschützer sein, wenn weder der Förderverein noch sonst ein Tierschützer einen Einblick in das Vorgehen der Tierheimleitung bekommen?
Für mich bleiben sehr viele Fragen unbeantwortet:
Warum taucht in keiner Berichterstattung der Träger des Tierheims also die Institution auf, die ganz offensichtlich zusammen mit dem Leiter und dem zuständigen Veterinär (in meinen Augen) ihre Sorgfaltspflicht verletzt hat. Das nämlich, was auf Druck der Kritiker im Nachhinein für den Stop der Aktion sorgte, hätten sie schon ganz zu Anfang bevor man damit an die Öffentlichkeit ging, mit ein paar Anrufen klären können.
Es mag zwar im Nachhinein keinen rechtlichen Anhaltspunkt für eine Strafanzeige geben, ein "fader Nachgeschmack" und vorallem die Sorge um die "Namenlosen" Mitgeschöpfe bleibt für mich.
Möge der "Heiligenschein" der Egomanen in absehbarer Zeit Kratzer und Risse bekommen und damit der Wahrheit zum Licht verhelfen.
(Autor: Karin Hohn)

